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Bin ich gut genug - als Künstlerin?

Liebesbrief an meine innere Kritikerin

Blog: Bin ich gut genug - als Künstlerin?
Blog: Bin ich gut genug - als Künstlerin?

Wir hatten mal wieder ein ausführliches Gespräch, meine innere Kritikerin und ich. Sie fand meine Arbeiten nicht gut genug, zweifelte an mir und meinen Talenten. Kennst du solche Gespräche auch?

 

Nachdem sie mit der Aufzählung der Dinge fertig war, die ich NICHT kann, schlug sie mir vor, alles an den Nagel zu hängen. Mir eine neue Aufgabe zu suchen. Ich habe ihr erst einmal Redeverbot erteilt!

 

Sie kann aber auch wirklich penetrant sein. Wenn ich sie nicht schon so lange kennen würde, würde ich sie rauswerfen, aus meinem Kopf.

 

Auf der anderen Seite weiß ich, wie wertvoll Selbstkritik und Selbstreflexion ist.

 

Warum eine innere Kritikerin gut für dich ist

Das Gute an einer inneren Kritikerin ist, dass sie dich vorantreibt.

 

Du arbeitest kontinuierlich daran, dich immer weiter zu verbessern.

 

Wenn du einmal kurz innehältst, weißt du natürlich, dass du heute bereits gut bist. Du hast so viel gelernt und dir angeeignet. Du beschäftigst dich schon lange mit deiner Kunst, deiner Kreativität.

 

Aber gerade weil du tief in deinem Thema steckst, siehst du häufig viele weitere Dinge, Themen, Techniken etc., die du zusätzlich lernen und vertiefen könntest. Und weil du das siehst, erweckt das ein Gefühl in dir, noch nicht gut genug, noch nicht perfekt zu sein.

 

Deine Selbstkritik redet dir vielleicht sogar ein, dass du viel mehr lernen musst, bevor du dich traust, deine Werke in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die innere Kritikerin übernimmt scheinbar die Rolle, dich vor der negativen Kritik des Publikums zu schützen. Auch das ist im Prinzip ein guter Ansatz. Der Schutz vor der öffentlichen Meinung kann wichtig sein. Denn wirklich jeder - selbst die größten Künstler dieser Welt - sind nicht vor Kritik gefeit! Ob man sie aushält und wie man damit umgeht, auch das muss gelernt werden.

 

Aber stelle dir einmal vor, Picasso, Miro, Agnes Martin, Paula Modersohn-Becker, Eva Hesse, Louise Bourgeroise, Miriam Pet Jacobs, Alberto Burri und viele andere hätten auf ihre innere kritische Stimme gehört. Die Welt wäre um viele Kunstwerke ärmer.

 

Der beste Weg für dich ist, dass du aufhörst Perfektion von dir zu erwarten und deine Selbstkritik annimmst. Lass sie dich antreiben, niemals vollends zufrieden zu sein und gleichzeitig stolz auf dich sein, dass du dich mutig zeigst.

 

Immer wenn du in diesem einen Moment alles gegeben hast, bist du gut genug! Und in dem Moment, wenn du dein nächstes Stück beginnst, lädst du die Kritikerin wieder ein, gemeinsam mit dir ein neues, noch besseres Werk zu schaffen.

 

Frage dich, was du aus deiner eigenen Kritik lernen kannst. Welchen Punkt du noch stärker herausarbeiten kannst. Worin du besser werden darfst. Wo du tiefer einsteigen willst.

 

Die größten Lernschritte wirst du gehen, wenn du dich traust zu experimentieren und dabei schaust, auf welche neuen Lösungen du selber kommst.

 

Unter dem Gefühl nicht gut genug zu sein, leiden übrigens mehr Menschen, als du denkst. Ich kenne kaum eine kreative Künstlerin, die nicht zu diesem "ich bin NOCH nicht gut genug - Club" gehört - mich eingeschlossen!

Zweifel sind positiv - Angst blockiert

Du hast eben gelesen, dass Selbstkritik in Form von Selbstzweifeln ein Schutzmechanismus ist, der grundsätzlich positiv zu bewerten ist.

 

Zweifel sind die beste Quelle für neue Inspirationen und deine Weiterentwicklung.

 

Schlecht wird es erst, wenn aus den Selbstzweifeln echte Angst wird, die uns dazu verleitet, uns hinter dieser Angst zu verstecken.

 

Schlecht daran ist, dass deine Selbstzweifel Argumente dafür werden, es gar nicht erst auszuprobieren. Aufzugeben statt weiterzugehen und die Komfortzone zu verlassen.

 

Wenn du diese Sätze von dir hörst, werde hellhörig, das hört sich nach einer guten Ausrede an:

  1. ich bin noch nicht gut genug, deshalb kann ich meine Kunst nicht verkaufen
  2. meine Arbeit ist zu schlecht, die reiche ich besser nicht zur Ausstellung ein
  3. ich bin gar keine Künstlerin, weil ich nicht studiert habe
  4. das brauche ich gar nicht fertig machen, es ist ja sowieso nicht gut
  5. ich fange lieber ständig etwas Neues an, statt zu beenden, was ich nicht kann
  6. ich bin nicht gut genug, deshalb zeige ich meine Werke lieber niemandem
  7. ich lerne lieber noch diese eine neue Technik, bevor ich mich traue meine eigene Technik zu entwickeln
  8. andere sind einfach besser, deshalb verkaufen die auch ihre Kunst

 

Diese Sätze kannst du alle als sogenannte Glaubenssätze bezeichnen. Setze überall ein "Ich glaube" davor und schau, ob einer der Sätze auf dich zutrifft. Und wenn du Lust hast, sende mir eine Mail mit der Nummer deines Glaubenssatzes. Welches wohl die TOP 3 sind? Oder kennst du noch einen weiteren Glaubenssatz, der dich umtreibt, dann sende ihn mir.

Willkommen in der Bewegung: #ichsehedichkünstlerin

Werde Teil einer Bewegung: #zeigdichkünstlerin
Werde Teil einer Bewegung: #zeigdichkünstlerin

Egal, wie selbstkritisch du dich siehst, deine Kritik ist immer wertvoll, wichtig ist nur, dass du damit umgehen kannst.

 

Das was du von dir glaubst, muss nicht stimmen, vielleicht ist es nur ein Glaubenssatz, den du auch ins Gegenteil umkehren kannst. Frage dich immer wieder, ob das tatsächlich stimmen kann, was du glaubst. Formuliere deinen eigenen Glaubenssatz einmal selbstbewusst ins Gegenteil um. Wie lautet er dann? Schreibe ihn mir, ich freue mich, von dir zu hören.

 

Und häufig wirst du feststellen, dass das Gegenteil wahr werden kann. Du bist gut genug, du kannst deine Werke in der Öffentlichkeit zeigen, du kannst deine Bilder verkaufen und Freunde für deine Kunst finden. Willst du dich von deinen Zweifeln abhalten lassen?

 

Fange jetzt an, du wirst staunen, wie weit du kommen wirst. Habe den Mut, dich zu zeigen.

 

Meine Vision ist es, dass wir uns als Künstlerinnen gegenseitig stärken.

 

Wenn du auf Instagram aktiv bist, verwende den Hashtag  #zeigdichkünstlerin und ich werde dir antworten mit #ichsehedichkünstlerin.

 

Und dann schauen wir in einem Jahr, wie groß unsere Bewegung geworden ist.

 

Mach mit, wenn du Lust hast und für die gute Sache eintreten möchtest. Werde, was du bist, eine Künstlerin mit Leidenschaft und Mut, denn:

 

Die Welt braucht mutige Künstlerinnen, die andere inspirieren, ihre Kreativität auszuleben.

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