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Wofür bist du dankbar?

Für welche Momente bist du dankbar?

In unserem Leben begegnen uns viele verschiedene Menschen. Für manche sind wir ewig dankbar, auf manche hätten wir auch gut verzichten können.

 

Hast du heute noch Momente im Kopf, die sich vor so vielen Jahren ereignet haben, dass sie doch eigentlich längst aus deinem Gedächtnis verschwunden sein müssten? Aber etwas an diesen Momenten muss so besonders sein, dass sie sich wie ein Film in unserem Gedächtnis eingebrannt haben.

 

Nie vergesse ich das Weihnachtsfest, als ich als kleines Mädchen voller Stolz meine selbst gemachten, kreativen Geschenke verteilte. Alle Frauen in der Familie bekamen mit einem strahlenden Lächeln eine von mir verschönerte FA-Seife überreicht. Sie hatte ein Gesicht und langes, glitzerndes Haar aus Lametta. Beim zu Bett gehen, riss meine Tante der Seifenfrau plötzlich die Haare vom Kopf. Ich war sprachlos. Habe ich geweint? Ich weiß es nicht mehr. Diese Szene ist mir aber immer noch vor Augen.

 

Habe ich damals aufgehört an meine große Karriere als Künstlerin zu glauben??? Mein einzigartiges Kunstwerk - zerstört. Mein kreatives Lametta auf dem Fußboden niedergetrampelt. NEIN! Gott sei Dank ist ja trotzdem noch etwas aus mir geworden. Die Genialität meines grenzgenialen Entwurfes "Frau mit Silberhaar" wurde einfach nur verkannt.

 

Wirklich spannend finde ich aber, dass mir diese Geschichte im Kopf hängen geblieben ist, sie muss mich wirklich sehr beeindruckt und beeinflusst haben. Hast du auch noch solche Ereignisse im Kopf? Was haben sie verändert? Hat sich dein Urvertrauen damals in Luft aufgelöst? Das Erwachsene deine kreativen Werke doch nicht so genial fanden, wie du bis zu dieser Sekunde dachtest?

 

Warum wir aber auch für solche Ereignisse und Erinnerungsfetzen dankbar sein dürfen? Es zeigte dir Grenzen auf, es spornt dich an, bei der nächsten Idee besser zu werden. Lamettahaare waren damals einfach nicht mehr im Trend. Ich bin meiner Tante dankbar, die nächste Bastelei war dann schon eine Spur erwachsener. Und außerdem war sie für mich eine wahre Heldin

 

Wer sind die Heldinnen und Helden deiner Kindheit?

Meiner Tante (links im Bild) habe ich das Weihnachtsfest verziehen und sie trotzdem wahnsinnig verehrt. Sie war Witwe und für die damalige Zeit sehr selbstständig. Ihr Mann fand einen sehr frühen Tod. Für mich wurde sie das Leitbild einer freien, selbstbewussten Frau. Dafür bin ich ihr dankbar.

 

Schau einmal in deine Vergangenheit, welche weiblichen Rollenbilder haben dich fasziniert und vielleicht sogar geprägt?

 

Die zweite Heldin meiner Vergangenheit war meine Deutschlehrerin, Frau Sievers. Sie las ALLE Aufsätze von mir vor der gesamten Klasse vor. Ich hatte eine blühende Fantasie. Und ich habe es geliebt, mir Geschichten auszudenken. Meine bestandenen Abenteuer- und meine Geistergeschichten waren legendär. Frau Sievers ließ mich daran glauben, dass ich kreatives Talent besaß. Solche Menschen fördern unsere Begabungen. Ohne das Vertrauen in meine Geschichten, wäre ich keine so gute Geschichtenerzählerin oder später Ideenerfindern in der Werbung geworden.

 

Auch unsere Kunst lebt von den Geschichten und Ideen, die wir umsetzen. Woher stammt dein künstlerisches Talent? Liegt es mehr in der Idee oder der Ausführung oder beidem? Grabe in deiner Vergangenheit, um den Ursprung deiner Talente zu finden.

 

In welchen Fächern warst du großartig, welche Lehrer/innen haben dein Selbstvertrauen positiv beeinflusst? Erzähle jemandem von diesem/ diesen Menschen, das hält sie lebendig. Wenn du ein Dankbarkeitstagebuch führst, mache heute einen Eintrag. Es ist schön, sich an diese Menschen zu erinnern.

 

Wer hat dich in deiner Ausbildung gefördert?

Kommen wir zur nächsten Phase deines Lebens. Welche Menschen sind dir in deiner Ausbildung begegnet?

 

Deine Chefs, deine Kolleginnen, dein Ausbildungsjahrgang. An wen kannst du dich erinnern? Welche Geschichten sind dir im Gedächtnis geblieben. Was waren die herausragenden Eigenschaften der Menschen, die dich positiv beeinflusst haben.

 

Und selbst wenn einzelne Erfahrungen negativ waren, was hast du daraus gelernt? Welche Menschen waren/ sind heute noch Vorbilder für dich?

 

Ich hatte einen extrem anspruchsvollen Chef, er war nie zufrieden. Nach so manchem Meeting ließ ich, eingeschlossen in der Toilette, meinen Tränen freien Lauf. Gleichzeitig nahm mich dieser Chef aber auch auf die von uns organisierten Stände bei internationalen Buchmessen mit. Ich lernte durch ihn Dinge für's Leben. So weiß ich durch ihn, wie man eine riesige Ausstellung vorbereitet, was Zielstrebigkeit, Durchsetzungskraft, Biss und Erfolg bedeuten. Und ich weiß, dass man in einem Restaurant in Warschau keine halbe Flasche Wodka zum Abendessen trinken sollte, selbst wenn es das einzig vorrätige Getränk ist. Lang, lang ist's her. Hicks.

 

Wer sind heute deine wichtigsten Mentoren?

Nach deiner beruflichen Ausbildung stehst du vollends auf eigenen Füßen. Nun suchst du dir die Menschen noch genauer aus, von denen du lernen möchtest. Du gibst dein eigenes Geld aus, um dich in den Themen weiterzuentwickeln, die DU lernen willst!

 

Ob im Beruf (da zahlt es oft der Arbeitgeber) oder in deiner kreativen Leidenschaft. Welche Mentoren/ Lehrerinnen suchst du dir? Was bist du bereit für deine Ausbildung als Einsatz zu erbringen? Welche Ziele verfolgst du wirklich, wirklich.

 

Würde ich heute alles Geld zusammenrechnen, was ich für meine persönliche Ausbildung ausgegeben habe, wäre der Betrag sicherlich locker fünfstellig. Rechne es einmal für dich aus. Ich wette, da bist du auch angekommen, wenn du bereits einige Jahre in der Szene der Wissenshungrigen dabei bist.

 

Manche von den Künstlerinnen, die mich geprägt haben, haben mich über viele Jahre als Mentorinnen begleitet. Jede von ihnen hat mir ein wertvolles Stück Bestätigung, Mut und Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben.

 

Wertvolle Unterstützung gibt es auch in Form von Büchern!

Gerade als Buchhändlerin kenne ich die Magie, der Bücher. Mein Onkel hat mir das Lesen nahe gebracht - dabei meine ich aber nicht den Prozess des Lesens. (Er ist ebenfalls ein Held meiner Kindheit und auch mit auf dem Bild mit meiner Tante.)

 

Er hat mir die Weltliteratur in meine Kindheit gebracht. Ich habe niemals etwas anderes von ihm geschenkt bekommen als Bücher. Geburtstag und Weihnachten waren festgelegte Termine für meine Flucht aus der kleinen Kinderwelt, hinaus ins große, weite Abenteuerland.

 

Auch mein Onkel war ein Abenteurer, er fuhr in Länder, von denen ich als Kind träumte.

 

Die heutigen Heldinnen und Helden meiner Bücherschränke befassen sich mit Kunst, Design, Marketing, Zeitmanagement, Zielen u.ä.

 

Welches sind drei deiner inspirierenden Bücher oder Autoren? Lernst du aus Büchern oder sind sie für dich Unterhaltung?

 

Social Learning - das neue Lernen!

Heute lernen wir auf eine ganz neue Art und Weise. Wir lernen die digitale Welt voneinander und miteinander. Als ich mich entschied, meinen Beruf als Marketing Beraterin für Verlage hinten an zu stellen, musste ich mir erst einmal sehr viel über neue Techniken aneignen.

 

Ich mache das ausschließlich Online, buche Kurse und bin dann gleichzeitig Teil einer Community von Lernenden. Wir teilen unser Wissen, bringen uns auf den neuesten Stand. Und es ist viel lebendiger im Vergleich mit dem Unterricht aus unseren Kindertagen.

 

Wir lernen von Vorbildern, nehmen Abkürzungen, nutzen Zusammenfassungen, virtuelle Konferenzen, üben praktisch und tauschen unsere Erfahrungen aus.

 

So habe ich in einem Jahr gelernt, meine eigene Homepage aufzubauen, Newsletter automatisiert zu versenden, betreibe einen Instagram- und Facebook Account, steuere Gruppenkurse, mache Videos und lege sie auf einem Videokanal ab. Anzeigen und Landingpages gestalte ich ebenfalls selber, mit einem Tool. Ein digitales Unternehmen zu führen und selber zu steuern ist heute für jede von uns möglich. Aber natürlich genügen auch einzelne Bausteine, je nachdem was du erreichen möchtest. Du bist die Heldin deines heutigen Lebens!

 

Welchen Weg des Lernens willst du in Zukunft gehen? Was willst du noch lernen? Welche Form von Mentoren brauchst du für DEINE Zukunft?

 

Danke, dass ich jeden Tag weiter gehen darf!

Ich freue mich jeden Tag aufs Neue. Ich bin glücklich, neugierig sein zu dürfen und an der Zukunft teilzuhaben. Unsere Kommunikation als Künstlerinnen über uns selbst und unsere Kunst verändert sich stark.

 

Ich bin dankbar für die Menschen in meiner Vergangenheit, Gegenwart und meiner Zukunft.

 

Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil ich das Bedürfnis hatte einmal innezuhalten und erkenntlich zu sein.

 

Wenn du Lust hast, schau dir gerne diese Methode des Rückblicks einmal genauer an. Sie liegt unter diesem KLICK.

 

Und wenn du dich dann auch nur mit einem Menschen deines Lebens für diesen Moment verbunden fühlst, habe ich mein Ziel erreicht. Dass du bis zu diesem Punkt gelesen hast, gibt mir das dringende Bedürfnis, dir das Zauberwort zuzurufen: DANKESCHÖN!

 

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