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Monatsrückblick Januar 2019

Monatsrückblick Januar - langweilig kenn ich nicht


Das fängt ja(hr) gut an! Ein kreativer Start, mit der 30 Tage ArtChallenge...

30 Tage ArtChallenge Marianne Körner
30 Tage ArtChallenge Rückblick + Ausblick

Anfang Januar starteten insgesamt 44 Künstlerinnen mit der kreativen Herausforderung, 30 Tage lang an einer ArtChallenge teilzunehmen. Im Dezember 2018 hatte ich dazu aufgerufen.

 

Auf die Idee kam ich, als ich im Sommer 2018 selber an einer 100 Tage ArtChallenge teilnahm.

 

Meine Art bei der Umsetzung war es, die Künstlerinnen nicht nur einfach vor sich hinarbeiten zu lassen, sondern ganz intensiv mit ihnen in den Austausch zu gehen. Ich wollte sie begleiten, motivieren und untereinander vernetzen.

 

Mit dieser Herangehensweise im Kopf hatte ich im Januar ganz unterschiedliche Aufgaben:

  • Die Tage fingen damit an, dass ich die Mails versandte, in der ich die Challenge-Teilnehmerinnen motivierte, inspirierte und ihnen kleine Zusatzfragen oder Aufgaben mit in den Tag gab.
  • In der Facebook Gruppe habe ich die Aufgabe zusätzlich als Lektion hochgeladen. Unter der Woche schaffte ich es bis 7 Uhr, am Wochenende wurde es dann schon mal 9.30 Uhr bis ich auf den Posten Button drückte :0)
  • Auf Facebook gab es einen regen und intensiven Austausch unter uns, viele Künstlerinnen haben täglich ihre Arbeiten gezeigt und sich gegenseitig gestärkt.
  • Natürlich bin ich auch selber ins Atelier gegangen, als Veranstalterin wollte ich gleichzeitig Teilnehmerin sein. Und da ich zwei Gruppen begleitete, habe ich die Challenge auch gleich zweimal mitgemacht.
  • Nach der Zeit im Atelier habe ich auch mein Werk auf Facebook gezeigt.
  • Zusätzlich haben alle fleißig auf Instagram gepostet. Der nächste Punkt auf der täglichen Liste war erledigt. By the Way: Wer jetzt Lust hat: Hashtag #30TageArtChallenge eingeben. Wenn dann so ca. 300 Bilder kommen, bist du richtig.
  • Jede Woche gab es ein Zoom Treffen, was für das persönliche Kennenlernen einfach ein optimales Medium ist. Schließlich wohnen wir über ganz Deutschland verteilt, eine sogar in der Schweiz. Für manche Teilnehmerinnen war es ein fester Termin im Wochenkalender.
  • In den letzten Tagen im Januar saß ich an einem Artikel für ein Schweizer Bulletin, welches gerne über die Challenge berichten möchten.
  • Gleichzeitig recherchiere ich aktuell Anbieter und Preise für die Herausgabe eines Buches oder eines Magazins. Alle Ergebnisse der Challenge sind einfach so wunderbar! Die Idee noch mehr Künstlerinnen zu inspirieren, täglich in ihre Kreativität abzutauchen, werde ich noch einmal wiederholen.

Die persönliche Entwicklung der Teilnehmerinnen war sehr deutlich zu sehen, alle wurden freier, spielerischer und experimenteller.

 

In einer Interview-Serie habe ich die Künstlerinnen befragt, was ihre Wünsche beim Start der Challenge waren und ob sich diese Wünsche erfüllt haben. Diese persönlichen Kontakte und Gespräche waren für mich zusätzlich sehr, sehr wertvoll und ermutigend. Einstimmig wurde der Austausch untereinander als Highlight und Extra-Bonus genannt. Dieser Austausch und die 30-tägige Fokussierung auf die eigene Kreativität, waren der Auslöser für ihren Entwicklungsprozess, die Wiederentdeckung vieler Ideen und dem Spaß am Machen.

 

Wie sagte eine Teilnehmerin so schön: Kreativität ist pure Energie, die mich trägt und mich extrem vorantreibt - ich finde, dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

 

Wenn jetzt die 30 Tage ArtChallenge im Februar endet, werde ich gar nicht mehr wissen, was ich mit meinem Tag anfangen soll, so intensiv hat sie mich im Januar beschäftigt.

 

Aber nach der Challenge ist vor der Challenge. Meine Entscheidung steht: Der nächste ArtChallenge Start ist am 01. März 2019. Hier geht's zur Anmeldung.

 

Ich bin gespannt, was meine neuen Teilnehmerinnen und ich 30 künstlerische Tage lang erforschen werden.

Sind Tulpen Kunst?

Tulpen Fotografie Marianne Körner
Eine Auswahl der Tulpen Fotografie zum Thema Zeit

Als Künstlerin beschäftige ich mich in einer Serie mit dem Thema Zeit. Mache Zeit sichtbar. Die Serie ist schwarz/ weiß, eine weitere zulässige Farbe ist ROT.

 

Am Ende werden von mir 60 kleine schwarz/ weiß (rote) Kunstwerke auf dem Instagram Account stehen. Das sah schon nach wenigen Tagen trist aus. Was tun, dachte ich und holte meine zweite Leidenschaft, die Fotografie hervor. Das sollte eine wunderbare Auflockerung des werden.

 

Und als mir dann mein Mann am 11. Januar einen Strauß Tulpen schenkte, war klar, dass sie sich wunderbar als Fotoobjekt eigneten. Für einen Tag, dachte ich.

 

Natürlich gibt es bereits 1 Mio Tulpenfotos auf Instagram, trotzdem gelangen mir drei wirklich schöne Fotografien (marianne_koerner).

 

Als die Blumen da so im Wohnzimmer herumstanden und sich entwickelten, machte ich viele weitere Aufnahmen und plötzlich fand ich die inhaltliche Verknüpfung zu meinem Thema Zeit.

 

  • Am Anfang waren sie mein kleines knuffiges Bündel - dann wuchsen sie aus der Blumenvase hinaus.
  • Sie waren in den ersten Tagen frisch und knackig - dann verloren die ersten Stängel ihre Blätter.
  • Einige waren noch geschlossen - andere hielten nur noch drei Blütenblätter in die Höhe.

 

Ich hielt mit der Kamera alles fest, ihr Wachsen zur doppelten Länge - die abgefallenen Blätter. Fast jeden Tag ein paar Fotos. Schwarz/weiß, in Farbe, mit Sonnenlicht und was mir noch so für Ideen kamen. Ich ließ sie so lange in der Vase stehen, wie noch nie zuvor einen Strauß Tulpen. Der Verfall war einfach zu schön.

 

Und als es dann den ersten Schnee gab, brachte ich sie sofort nach draußen. Ich stellte mir die Fragen: Was passiert und wie sieht es aus, wenn der Schnee auf sie fällt? Wenn sie am Morgen frostig auf ihrem Holztablett liegen?

 

Es ist der zweiundzwanzigste Tag, an dem sie mich erfreuen. Ich beobachte sie immer noch täglich und habe (noch) nicht vor, sie zu entsorgen. Sie sind immer noch gefroren und halten sich scheinbar ewig.

 

Hast du Lust auf ein ähnliches Experiment? Tagge mich auf Instagram, wenn du Bilder zeigst: marianne_koerner

 

Und na klar, jetzt sind die Tulpen Kunst, oder?

 

Was macht dich einzigartig?

Online Kurs mit Marianne Körner
Finde deinen künstlerischen Stil Online-Kurs

Gleich am 3. Januar hat sich eine Künstlerin gewünscht, mit mir in die individuelle Analyse ihres kreativen Schaffens einzutauchen.

 

2018 hatte ich den Kurs "Finde deinen künstlerischen Stil" ins Leben gerufen und mit vielen Künstlerinnen als Gruppenkurs durchlaufen.

 

In 2019, so habe ich entschieden, biete ich ihn als individuellen Kurs an. Darin bin ich dann im direkten Dialog und Austausch mit den einzelnen Teilnehmerinnen. Für mich ist das die Chance, intensiver zu begleiten, beim Forschen  nach dem kreativen, künstlerischen Stil.

 

Als persönliches Fazit kann ich sagen, dass mir diese Herangehensweise viel näher liegt. Statt Gruppengespräch hatten wir im Januar zwei Einzelgespräche, wir konnten intensiv den bisherigen Weg anschauen und erforschen. Das Talent der Teilnehmerin war so vielseitig und trotzdem, gab es ein Thema, welches herausstach. Für den eigenen künstlerischen Stil ist es wichtig, sich zu fokussieren.

 

  • Was möchte ich tun, was interessiert mich zu erforschen?
  • Woran möchte ich so lange arbeiten, bis ich im außen als Expertin anerkannt werde?
  • Was treibt mich an, was ist meine Leidenschaft?

Das sind einige der Fragen, um die es geht.

 

Wir waren beide erstaunt, wie klar das Thema erkennbar war. Jetzt kann es auf viele unterschiedliche Weisen bearbeitet werden. Natürlich bin ich gespannt auf die nächsten Werke und freue mich auf die Ergebnisse. Die Arbeiten, die jetzt anstehen, werden in einer Ausstellung zu sehen sein.

 

In der Zusammenfassung haben wir im Januar Antworten auf diese Fragen gefunden:

  • Was macht mich einzigartig?
  • Habe ich bereits einen Stil, wie und woran ist er zu erkennen?
  • Lassen meine vielen unterschiedlichen Arbeiten meine eigene Handschrift erkennen?
  • Wie finde ich die Klarheit, was ich künftig tun möchte?
  • Woran bin ich für das Publikum erkennbar, wenn es meine Werke sieht? 

Nach drei Wochen haben wir den Kurs zunächst abgeschlossen, damit jetzt die intensive eigene Bearbeitung des Themas stattfinden kann. Mir ist es wichtig, dass die Künstlerin nachhaltig mit ihrem Ergebnis zufrieden ist. Das Investment in den Kurs soll sich lohnen. Deshalb biete ich die Möglichkeit, nach ein paar Wochen wieder zum Telefonhörer zu greifen und das Neue zu rekapitulieren. So stellen wir sicher, den eigenen Stil auch tatsächlich gefunden zu haben.

 

Das Ergebnis wirkt nachhaltig! Zwei Teilnehmerinnen aus 2018, die ebenfalls ihr treibendes Thema gefunden hatten, nehmen aktuell an der 30 Tage ArtChallenge teil. Und ich bin fasziniert, wie sie weiter wachsen. Sie variieren ihr Motiv, nutzen die Möglichkeit zu spielen und zu experimentieren.

 

Mein Blick von außen kann stärken, was bereits an Potenzial in dir vorhanden ist. Dieser Blick von außen hilft dir gestärkt deinen Weg zu gehen. Wenn du Interesse hast, nimm einfach Kontakt zu mir auf. Hier findest du alle Informationen zum Kurs. 

Ausblick: was ist los im Februar 2019?

  1. Zunächst gibt es da die verrückende Idee, zur ArtChallenge ein Buch, einen Katalog oder ein Magazin herauszugeben.
  2. Darüber hinaus gilt es, fleißig weitere Presseberichte über die ArtChallenge zu schreiben und die Informationsunterlagen für die neuen Teilnehmerinnen herauszugeben. Wer Interesse hat, hier der Link:  30 Tage ArtChallenge Neustart am 01. März 2019
  3. SAQA Newsletter: als eine der Übersetzerinnen für SAQA (Studio Art Quilt Associates) steht der nächste Newsletter an, es gibt spannende Neuigkeiten.