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Mein Wort des Jahres: Weitblick

Armband Weitblick: Wort des Jahres
Mein Wort des Jahres: Weitblick!

Am Jahresanfang gab es die Frage auf Facebook: Was ist dein Wort des Jahres?

 

Es gab auch gleich passende Angebote dazu - zum Beispiel - das Wort des Jahres als Armband.

 

Habe ich natürlich sofort bestellt! Das wirkt dann wie eine Zauberformel und alles wird wahr. Oder? Bestimmt!

 

Wie bildet sich so ein Wort des Jahres im Kopf? Wie entsteht der Gedanke? Braucht man erst eine Vision, was man in dem Jahr alles vorhat? Und dann ist das Wort wie eine Art Zusammenfassung? Die Quintessenz aller Wünsche? Oder liest man einfach nur Zeitung und plötzlich springt einen ein Wort an? Ich glaube mal wieder: Alles ist zulässig! Und viele Wege führen zum Ziel.

 

Mein Wort für 2019 ist: Weitblick!

 

Warum? 2018 bin ich mit dem Blog und dieser Seite hier gestartet. Ich bin erstaunt, wie viel Resonanz ich bekommen habe. Gott sei Dank viel Positives. Und manchmal auch Nachfragen und Meinungen.

 

Ich finde Nachfragen super - setzen sie doch immer mein Gehirn in Gang. Nichts liebe ich mehr, als mir Gedanken zu machen, was andere Künstlerinnen beschäftigt. Einige Beispiele:

 

  • Warum kostet die Teilnahme an der ArtChallenge Geld? Weil da viel Herzblut und Arbeit von mir drinsteckt. Weil ich damit etwas bewegen möchte und ich oft erlebe, dass etwas kostenloses gar nicht ernst genommen wird.
  • Sind deine Kurse nur für Textilkünstlerinnen? Ich beschäftige mich in meinen Kursen nicht mit einer Technik, sondern mit deinem "Warum tust du, was du tust" und deinem "Wie zeigst du dich der Welt". Da spielt das Material die zweite Geige. 
  • Warum glaubst du, dass ein weißes Atelier besser ist? Die Ateliers großer Künstler wie z. B. Picasso waren nicht weiß. Zunächst danke, dass ich gleich mit Picasso auf eine Stufe gestellt werde. Das ist zu viel der Ehre :0) Nein im Ernst: Ich glaube, jede Künstlerin hat das Anrecht darauf, sich ein Atelier zu erschaffen, in dem sie am Besten arbeiten kann. Der Raum macht nicht die Kunst - das macht die Künstlerin und deshalb sollte sie sich den Raum erschaffen - den sie braucht. Mein großes künstlerische Vorbild ist Agnes Martin - ihre Werke hätten nicht in dem Atelier von Picasso oder Pollock entstehen können. Da bin ich mir sicher! Ihre großen Werke konnten nur in genau der spartanischen Umgebung gedeihen - die sie für sich wählte.
  • Marketing und Kunst, Igitt - das geht nicht zusammen. Eine Künstlerin macht nur Kunst, um Kunst zu machen, nicht um sie zu vermarkten. Nun gut - diese Einstellung verwundert mich immer dann, wenn die Künstlerin einen Laden und eine Website hat. Warum haben Künstlerinnen Angst vor dem Wort Marketing? Wenn du gerne über deine Kunst redest und dich mit deinen Werken zeigen magst - dann ist das schon Marketing. Mehr braucht es gar nicht - du musst nicht marktschreierisch durch die Gegend hüpfen. Da sein, Rede und Antwort stehen, ein wenig aus dir herauskommen, die Öffentlichkeit annehmen - das ist schon alles!

 

Warum also Weitblick? Ich wünsche mir für mich und alle anderen, die die Welt ein klein wenig schöner, künstlerischer und liebevoller gestalten, dass wir nie unser Ziel aus den Augen verlieren. Lasst uns einander gegenseitig stärken, annehmen, loben, fördern, motivieren...

 

Am Ende zählt nur das Positive, was du in die Welt gebracht hast. Irgendjemand sagte einmal zu mir: Am Ende zählt nur die Liebe. Er hat recht!

 

In diesem Sinne wünsche ich dir Weitblick und ein Kunst.Verzaubert(es).Leben!!!