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7 Fehler die ich beging und mit Luxus-Quilt scheiterte

Und warum ich jetzt jeden Tag mit der Frage beginne: Was ist das Ergebnis, dass ich heute erreichen kann

Logo Luxus-Quilt
Marianne Körner Luxus-Quilt: Eine Galerie für Textilkunst

2008 hatte ich große Pläne. Die Idee war - neben meinem Beruf baue ich - mal eben - ein eigenes Unternehmen auf. Meine Leidenschaft war die Textilkunst!

 

Diese wahnsinnig schönen Quilts, die ich in der Patchwork-Szene sehe - sollten das Leben meiner künftigen Kunden bereichern. Hinaus in die Welt - und das für einen Preis, der endlich nicht mehr unter den Herstellungskosten liegt.

 

Es gibt einige Quilterinnen, die ihre Quilts verkauften. Aus meiner Sicht rufen sie dafür aber Preise auf, die unter den Herstellungspreisen liegen und bereits dadurch signalisieren, dass es sich nicht um echte Kunstwerke handeln kann.

 

Ihre Ausbildung in Design, Farbkomposition und handwerklichem Können berücksichtigen sie kaum bis gar nicht in ihrer Preisfindung. Die Preisstrategie ist im Luxus-Segment aber elementar wichtig.

 

Die Idee hinter Luxus-Quilt

Textilkunst Marianne Körner
Marianne Körner: Magnolia (113x84cm) € 1424/ Foto: Martina Unterharnscheidt (www.martina.unterharnscheidt.com)

 Mit meinem Marketing Know-How wollte ich Textilkünstlerinnen unterstützen, indem ich mich um den Verkauf ihrer Quilts kümmere. Luxus-Quilt sollte ebenso wie eine Künstler-Galerie für Textilkünstlerinnen agieren. Die Textilkünstler erschaffen ihre Werke und Luxus-Quilt verkauft sie.

 

Quilts haben in Deutschland einen klitzekleinen Markt. Kaum jemand kauft diese wunderschönen, hochwertigen großen Patchworkdecken. Lieber werden massenhaft hergestellte Polyesterdecken dekoriert - na gut manche leisten sich Woll- oder Kaschmirdecken. Als absolutes "Must-have" haben sich Fellimitate etabliert - Polyester-Leoparden sind der Renner.

 

Und der Zweig der Textilkunst für die Wand ist noch viel zu banal in den Augen der meisten Kunstinteressenten. Dafür einen Käufer zu finden, hat kaum Tradition in Deutschland. Dabei sehen sie auf den heute so beliebten gemauerten Wohnzimmerwänden einfach sensationell aus.

 

Die Marketinglehre sagt: Gibt es keinen Markt für ein Produkt, dann gibt es auch keine Verkäufe. Angebot und Nachfrage teilen sich bei Quilts folgendermaßen auf: es gibt zwar ein großes Angebot aber nur eine geringe Nachfrage, weil potenzielle Käufer es kaum kennen. Was ist bitte schön ein Quilt und was ist er wert? Preise sind nicht transparent im Quilt- und Textilkunst Markt.

 

Hinzu kommt, dass es schwer einzuschätzen ist, wie wertvoll und aufwendig die Herstellung dieser Kunstwerke ist.

 

Wenn nun jede einzelne Textilkünstlerin oder jede Quilterin sich damit beschäftigen muss, die richtigen Kunden für ihre Werke zu finden, ist das extrem mühevoll. Aus diesem Grund entwickelte ich in einem Luxus-Urlaub auf Sylt die Idee für Luxus-Quilt. Wahrscheinlich hat mich die Umgebung inspiriert ;o)

 

Ich wollte die Welt der Textilkunst und auf der anderen Seite mein Marketing-Know-how miteinander verbinden. Nach dem Urlaub ging es los:

  • ich entwickelte Werbeflyer
  • kontaktierte Quilterinnen / Textilkünstlerinnen
  • suchte mir in Hamburg Adressen, an die ich mein Angebot schicken konnte

Marketing ohne Facebook, Instagram und Pinterest

Quilt Marianne Körner
Marianne Körner: Wir stehen im Strom der Zeit (37x52cm) € 385

2009 gab es kaum Social Media. Es war also noch richtig arbeitsintensiv, Kontakte mit potenziellen Käufern aufzubauen.

 

Für Werbebotschaften ging man noch den Weg über Papier - also Flyer und Briefe. Oder führte Telefonate und persönliche Gespräche.

 

Als alles fertig war:

  • alle Informationen beisammen
  • die Flyer gedruckt
  • die Visitenkarten hergestellt
  • die Vereinbarungen mit den Künstlern/ Künstlerinnen
  • die erste kleine Kartei mit Quilt-Angeboten

kam das böse Erwachen.

 

7 Fehler, die mich um eine große Erfahrung reicher gemacht hat: Gib niemals auf!

  1. Angst vor dem Misserfolg: Ich habe an Luxus-Quilt geglaubt, hatte aber gleichzeitig Angst zu scheitern. Heute kalkuliere ich Scheitern mit ein und versuche herauszufinden, wie ich es anders machen kann, wenn die erste Idee nicht funktioniert.
  2. Direkter Verkauf am Telefon: Ich hatte Angst vor den Telefonaten, um zu direkten Verkäufen zu kommen. Heute zeige ich mich auf den Social Media Kanälen und Kunden kommen bei Interesse von sich aus auf mich zu. Das ist viel leichter und angenehmer.
  3. Ohne Nachfrage zum Verkauf: Ich habe versucht, neben meinem Job eine Nachfrage für ein Produkt zu wecken, welches noch gar nicht auf dem Radar von Käufern war. Heute kann ich durch Social Media so viel schneller auf mich und meine Produkte aufmerksam machen.
  4. Verloren als Einzelkämpferin: Ich habe alles alleine machen wollen und niemanden um Unterstützung gebeten. Heute suche ich Verbündete, die ähnliches tun. Ich suche Coachings bei Expertinnen, wenn ich etwas konkretes lernen möchte. Das spart enorm viel Zeit, die ich für mein eigentliches Ziel brauche.
  5. Umgang mit Ablehnung: Ich habe mich zu schnell einschüchtern lassen - die ersten 30 ausgesprochenen Ablehnungen haben mich bereits an meinem Konzept zweifeln lassen. Heute weiß ich - ich war vielleicht nur einen Anruf von dem ersten "Ja" entfernt. Ich setze mir jetzt längere Zeitspannen bei meinen Ideen. Der Erfolg ist garantiert - er ist nur ein Gespräch weit weg.
  6. Keine Zeit: Mein großes Ziel, habe ich in viele kleine runter gebrochen, deren Umsetzung zu schaffen gewesen wäre. Die ersten Monate vergingen, die Erfolge stellten sich nicht ein und rückten die Erreichung der Ziele in weite Ferne. Ich tat nun das, was viele tun, ich gab auf und ließ die Ausrede zu, keine Zeit zu haben.
  7. Angst die Komfortzone zu verlassen: Ich war abgesichert durch meinen Beruf, war erfolgreich und habe sehr gut verdient. Letztendlich hat mich das aber den Erfolg bei Luxus-Quilt gekostet. Wäre ich hungrig nach Erfolg geblieben, wäre Luxus-Quilt heute wahrscheinlich eine international bekannte Marke, bei der tausend Quilts monatlich über den Ladentisch gingen. Quilterinnen hätten leere Schränke und würden sich eine goldene Nase verdienen. Und ich natürlich auch...

Was lehrte mich meine eigenen Erfahrung:

  • Habe ich zu früh aufgehört, für meine Ziele zu kämpfen?
  • Hatte ich nicht genug Mut?
  • Habe ich meine Komfortzone nicht weit genug verlassen?
  • Hätte ich mir frühzeitiger Unterstützung holen sollen?

Heute bin ich anders. Vielleicht auch, weil ich diese Erfahrungen machen durfte.

 

Meine 2 wichtigsten Tipps für dich:

  1. Aufgeben ist keine Option
  2. Erfolg ist garantiert und liegt immer direkt einen Schritt, ein Telefonat, eine Mail von dir entfernt

 

Ich halte mich heute strikt an diese beiden Punkte und stehe jeden Morgen mit der Frage auf: Was ist das Ergebnis, was ich heute erreichen kann? Statt mich in todo Listen zu verlieren, steht heute ein Ergebnis im Vordergrund. Was kann ich heute erreichen, für mich, für meine Teilnehmerinnen, für meine Community.

 

Deshalb ist Luxus Quilt heute Geschichte - aber mein neues Unternehmen, das mit der 30 Tage ArtChallenge ihren Anfang nahm ein stetig wachsender Erfolg. Es lohnt sich, den eigenen Träumen treu zu bleiben.

 

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